Fahrradbremse "Go-Brake"

Beschreibung

Bremse für Fahrräder, mit einstellbarem Abstand zwischen den Bremsschuhen und der Radfelge in der Ruhestellung.

Die so genannte V-Brake ist die am meisten verwendete Bremse bei Fahrrädern. Bei dieser Felgenbremse sind die beiden Bremsarme inklusive Bremsschuhe an jeweils einem Rahmenteil (Bremssockel) angebracht. Die Bremssockel sind mit dem Rahmen des Fahrrades fest verbunden und sind de facto standardisiert. Wenn der Bremshebel am Fahrradlenker nach dem Bremsvorgang losgelassen wird, bewegen sich auf beiden Seiten der Radfelge die Bremsschuhe im Idealfall um die gleiche Wegstrecke zurück. Wenn sie das nicht tun, ist die Felgenbremse nicht richtig zentriert. In extremen Fällen bleibt ein Bremsschuh in Kontakt mit der Radfelge und schleift daran, selbst wenn die Felgenbremse gerade nicht betätigt wird. Auch wenn die Felgenbremse richtig eingestellt (zentriert) wurde, können die Bremsarme unter bestimmten Umständen in Schieflage geraten. Das geschieht vor allem dann, wenn Wasser oder Schmutz zwischen die beweglichen und die fest montierten Teile der Felgenbremse eindringt. Diesen Mangel kennt jeder Radfahrer, der viel mit dem Rad unterwegs ist. Außerdem kommt es manchmal vor, dass bei sehr starken Bremsungen ein Bremsschuh nach dem Loslassen des Bremshebels in Kontakt mit der Radfelge bleibt, während bei schwachen bis mittelstarken Bremsungen alles in Ordnung ist.

Eine Änderung der Konstruktion, wie in der Skizze Fig. 0 abgebildet, löst das Problem.

Damit die Bremsschuhe bei nicht betätigter Felgenbremse immer den gleichen Abstand zur Radfelge haben, wird - anstelle der üblichen Einstellung der Rückstellfederkraft - der Rückstellweg der Bremsarme begrenzt. In diesem Fall ist es nicht maßgebend, welche Kraft die Rückstellfedern entwickeln. Wenn die Felgenbremse nicht betätigt wird, drückt die Rückstellfeder den Bremsarm an eine Begrenzung. Infolgedessen bleibt der Abstand zwischen Bremsschuh und Radfelge in der Ruhestellung der Felgenbremse konstant.

Wie in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellt, kann die Felgenbremse so konstruiert werden, dass der Abstand zwischen Bremsschuh (1) und Radfelge (2) in Ruhestellung einstellbar ist, mit jeweils einem am Ansatzelement (13) angebrachten Einstellelement (4), das an den Bremsschuhhalter (14) drückt. Das Einstellelement (4) wird mit einer Sicherungsmutter (15) fixiert. Diese Einstellung ist zudem einfacher als die Justierung durch die Veränderung der Federkraft, wie es bei der V-Brake üblich ist. Man geht folgendermaßen vor: Die Einstellelemente (4) werden soweit eingedreht, bis die Bremsschuhe (1) an der Radfelge (2) anliegen. Danach dreht man beide Einstellelemente (4) mit gleicher Anzahl an Umdrehungen wieder ein wenig heraus. Anschließend wird geprüft, ob das Rad frei läuft, so dass die Bremsschuhe (1) die Radfelge (2) nicht berühren.

Beim Einstellen der Felgenbremse ist es notwendig die Spannung des Zugseils (9) in der Ruhestellung der Felgenbremse zu justieren. Dafür kann eine hohle Schraube (7) mit einer Fixiermutter (8) am oberen Ende eines Bremsarmes (6) angebracht werden, wie sie bereits an Bremshebeln bei Fahrrädern oft eingesetzt wird.

Der Durchmesser des Arretierungspins (12) darf nur geringfügig kleiner sein als der Durchmesser der entsprechenden Arretierungsbohrung im Rahmenteil (11), damit der Federblock (3) sich auch nicht geringfügig drehen kann, da andernfalls die exakte Einstellung und Einhaltung der Abstände zwischen Bremsschuh (1) und Radfelge (2) nicht gewährleistet ist. Eine Fase am Arretierungspin (12) dient zur Erleichterung der Montage der Felgenbremse am Fahrrad.

Ein Radwechsel wird bei dieser Konstruktion einfach ermöglicht: Dafür wird die Schraube (10) entfernt und der Bremsarm (6) demontiert.


Da die beschriebene Felgenbremse sich konstruktiv an der meist verwendeten Bauart orientiert, bedeutet die Anpassung des bestehenden Herstellungsprozesses keinen großen Aufwand, um die Erfindung umzusetzen.

Fig 1

Fig. 2

Bezugszeichenliste

1. Bremsschuh

2. Radfelge

3. Federblock

4. Einstellelement

5. Rückstellfeder

6. Bremsarm

7. Hohlschraube

8. Fixiermutter

9. Zugseil

10. Schraube

11. Rahmenteil

12. Arretierungspin

13. Ansatzelement

14. Bremsschuhhalter

15. Sicherungsmutter

16. Rahmen

Ein Patent auf "Go-Brake" ist am 14.06.2017 in den DPMA Register aufgenommen worden:


Im Jahr 2015 wurde ein Prototyp der Bremse gefertigt und an ein Fahrrad montiert. Bis heute wird mit diesem Fahrrad in ländlicher hügeliger Gegend täglich Post zugestellt, mit jährlicher Fahrleistung von ca. 6000 km. Die "Go-Brake" hat sich dabei als zuverlässig und wartungsarm erwiesen.


Hier ein Foto davon:

Produzent für Felgenbremse "Go-Brake" gesucht!

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